Portrait Christoph Fellinger Bjoern Staschen

Christoph und Björn haben zusammen studiert – vor langer Zeit. Daraus ist eine Freundschaft geworden. Und irgendwann sogar die Rolle als Trauzeugen.

Seit Langem sprechen sie immer wieder über die gleichen Fragen: Wie verändert sich unsere Gesellschaft? Was bedeutet das für die Zukunft – auch für die unserer Kinder? Und was kann man eigentlich selbst tun?

„Was dreh’n“ ist der Versuch, darauf Antworten zu finden.

Christoph – warum: Was Dreh’n?

Auslöser für die Podcast-Idee war eine Folge des Machiavelli Podcasts: ein Interview mit dem Berliner Rapper $oho Bani und Robert Habeck – damals noch Vizekanzler. Im Mittelpunkt stand der Song „Zeit, dass sich was dreht“ von $oho Bani. Etwas daran ließ mich nicht mehr los.

Wie oft hatte ich selbst schon gedacht, dass sich etwas verändern muss. Dass ich etwas tun muss. Und wie oft hatte ich genau diese Gedanken auch bei anderen gehört. Aber die entscheidende Frage blieb immer dieselbe: Was eigentlich? Und wie?

Eine Zeile aus dem Song hatte sich bei mir festgesetzt:

„Und ich weiß, ja, es wird nicht einfach. Doch wenn du’s nicht machst, ja, dann macht es keiner.“

„Zeit, dass sich was dreht“ – $oho Bani

Ab da war klar: Ich will nicht mehr nur darüber nachdenken. Vielleicht ist es mein Beitrag, Menschen sichtbar zu machen, die schon etwas verändern. Und zu zeigen, wie sie das tun – um andere damit zu inspirieren. Mit diesem Podcast.

Aber nicht ohne meinen Björn.

Björn – warum: Was Dreh’n?

Hoffnung ist ein Werkzeug der Rebellion. Diesen Satz habe ich aufgeschnappt, und er steht für alles, für das auch dieser Podcast für mich steht.

Hoffnung ist für mich Motivation, eine Quelle für Optimismus – und auch viele unserer WasDrehn-Gesprächspartner machen mir Hoffnung. Sie würden selbst nicht aktiv werden, wenn sie keine Hoffnung darauf hätten, mit ihrem Engagement etwas zu ändern. Aber diese Hoffnung habe ich immer auch für flüchtig gehalten: Sie kommt, sie kann aber auch wieder verloren gehen, oder? Wie ein Geist, ein Gefühl, wie Luft. Was ist dann mit meinem Optimismus? Und wann kommt die Hoffnung wieder, wenn überhaupt?

Hoffnung als Werkzeug zu verstehen, macht mir daher Mut: Denn wie einen Schraubenzieher oder einen Hammer kann ich mich entscheiden, Hoffnung zu nutzen. Ich kann sie im übertragenen Sinne in die Hand nehmen und mit ihr arbeiten. Wenn ich erschöpft bin, kann ich sie weitergeben. Und Hoffnung als Werkzeug kann nicht einfach verloren gehen: Ein Werkzeug ist nicht flüchtig.

Hoffnung als Werkzeug macht Rebellion – und Rebellion ist mehr als Veränderung: Rebellion ist auch Widerstand gegen Zustände, die nicht herrschen sollten, gegen Unrecht. Rebellion braucht Banden, die sie unterstützen: Menschen, die sich zusammentun. Und die gemeinsam hoffen.

Ich erinnere mich leider nicht mehr, wo und von wem ich diesen Satz zuerst gehört habe – es war eine weibliche Stimme. Wenn ich nach dem Satz im Internet suche, finde ich keine Quelle. Aber trotzdem: Hoffnung ist ein Werkzeug der Rebellion – und dieser Podcast ist für mich Hoffnung.

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